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Jobserie Teil 2: Kellnern

In dieser Serie wollen wir euch Möglichkeiten vorstellen, wie ihr nach oder auch während der Schule Geld verdienen könnt. Reisen und feiern macht zwar Spaß, ist aber auch teuer. Alexandra hat 2018 ihr Abitur gemacht und war seitdem auf einer Interrail Reise durch Europa und mehrere Monate bei einem Freiwilligenprojekt in Holland. Seit dem Sommersemester studiert Sie Jura an der Uni Köln. Ihre Reisen finanziert Sie sich z.B. durch das Kellnern.

Vor dem Abi fängt jeder an Pläne zu machen für die Zeit nach dem Abi. Pläne, die einen bis ans andere Ende der Welt führen können oder Pläne, die anderweitig den Geldbeutel belasten, wie die erste eigene Wohnung oder ein Auto. Doch für den Start in das neue Leben als Erwachsener braucht es nun mal ein bisschen Geld. Klar, bei der ganzen Zeit, die fürs Studium, Reisen etc. draufgeht, bleibt nicht mehr viel übrig, um nebenbei noch viel zu arbeiten. Da kommt einem ein flexibler Aushilfsjob als Kellner/-in gerade gelegen.

Wie bekommt man eine Stelle?

Kellnern kann man so gut wie überall und man wird immer gebraucht. Daher ist die Suche nach einer Stelle mehr als einfach. Frag einfach in deinem Lieblingsladen an, ob jemand benötigt wird. Als ich meinen Job in einem Gasthof vor ungefähr drei Monaten angefangen habe, kam ich dorthin ohne jegliche Erfahrung und hatte, wie vermutlich jeder, Angst, sämtliche Tassen und Teller fallen zu lassen. Lass dich davon nicht abschrecken, nach den ersten paar Malen bist du so gut wie ein Profi und jede Pommes und jeder Salat lässt sich federleicht zum Tisch balancieren.

Was erwartet dich beim Kellnern?

Zu Kellnern gehört nicht nur stumpfsinnig Essen und Getränke auf den Tisch zu stellen. Der Job als Kellner/-in ist weitaus vielfältiger, als man denkt. Als erstes verlangt Kellnern von dir jede menge Grips, logisches sowie mathematisches Denken. Wohin kommt was? Wie arbeite ich, dass es am schnellsten geht? Kopfrechnen wird noch dein bester Freund.

Was nimmt man außer Geld mit?

Kellnern ist kein Einzel-Job. Du wirst Teil eines großen Teams und lernst auch so zu arbeiten. Jeder hilft den Anderen und man versucht gemeinsam, den Tag erfolgreich zu schaffen. Dies ist eines der Dinge, das mir an diesem Job sehr gefällt. Man wird nie allein gelassen und ist ein wichtiger Teil des Ganzen. Außerdem sind vermutlich die meisten Kollegen in deinem Alter. So entstehen schnell Freundschaften und damit macht die Arbeit sogar ein wenig Spaß. Zudem förderst du deine kommunikative Kompetenz dadurch, dass du jeden Tag mit vielen unterschiedlichen Menschen in Kontakt kommst, mit ihnen redest, witzelst (ja, leider musst du selbst auf die schlechtesten Witze der Gäste freundlich reagieren) und sie berätst. Du lernst offen und selbstbewusst zu sein und auf Menschen zuzugehen. Als Kellner/-in stehst du in der Verantwortung, deinen Gästen einen angenehmen Aufenthalt zu bereiten, was manchmal für einen selbst nicht immer leicht ist. Immer gut gelaunt sein und ein Lächeln im Gesicht haben kann man einfach nicht immer. Da muss dann aber leider in dir der/die kleine Schauspieler/-in zum Vorschein kommen. Freundlichkeit ist nun mal die Eigenschaft, die in einem Lexikonartikel über Kellner/-innen als Erstes stehen würde.

Woran musstest du dich erst noch gewöhnen?

Vor allem daran, dass Kellnern kein nine-to-five-Job ist, sondern die Arbeitszeiten bis spät in den Abend gehen und man auch am Wochenende mit dem Tablett in der Hand herumlaufen muss, auch wenn gerade irgendwo eine coole Party ist. Außerdem mach dich bereit, dass die Arbeitszeiten flexibel geändert werden können und schnell noch für den Abend jemand gebraucht wird.

Ein wichtiges Stichwort für den Lexikonartikel wäre noch stressresistent. Kellnern ist Stress. An manchen Tagen schwirrt einem der Kopf nur von „Bitte noch eine Cola und hier noch mehr Brot“. Da hilft wirklich nur einmal tief Ein- und Ausatmen und bloß nicht aus der Ruhe bringen lassen. Am Anfang fällt dir das vielleicht noch etwas schwer. Aber im Laufe der Zeit wirst du für jeden Stress, der dir in der Zukunft begegnet, abgehärtet.

Wie viel verdient man beim Kellnern?

Und nun zum schönsten Teil. Für all die Mühe wirst du natürlich ausreichend belohnt. Einer der Gründe, weswegen Kellnern als Aushilfsjob so beliebt ist, ist das Geld. Du bekommst wie überall einen festen Stundenlohn. Aber im Gegensatz zu den meisten anderen Jobs kommt dazu ein großzügiges Trinkgeld, was dich schnell näher zu deinem nächsten Herzenswunsch bringt.

Du hast selbst schon Erfahrungen nach dem Abitur gemacht die anderen helfen könnten und möchtest diese teilen? Egal ob reisen, arbeiten, studieren oder eine Ausbildung: melde dich gerne bei uns per Email unter content@unime.academy, über Whatsapp unter 0163 4442181 oder allen Social Media Kanälen (Links findest ganz oben auf der Seite). Für Gastbeiträge zahlen wir eine Aufwandsentschädigung von bis zu 10€!

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