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7 Fragen an einen International Business Studenten in Maastricht

Benny ist 20 Jahre alt und hat letztes Jahr sein Abitur gemacht. Er hatte zunächst ganz andere Pläne, bevor er sich für sein International Business Studium in Maastricht entschieden hat. Wie es dazu kam und was es ausmacht, im Ausland zu studieren erfahrt ihr hier

Welche Alternativen hattest du für die Zeit nach dem Abitur? Warum hast du dich für das International Business Studium in Maastricht entschieden? Welche Ressourcen haben dir u.U. bei der Entscheidungsfindung geholfen?

Ich habe mich erst ziemlich spät für ein Studium in Maastricht entschieden. Zunächst hatte ich den Plan Jura in Hamburg zu studieren. Allerdings merkte ich dann im Januar 2018, dass mein Interesse für Wirtschaft und gerade auch für Unternehmertum immer größer wurde.

Ich orientierte mich also neu und sprach mit einigen Freunden und Bekannten über die verschiedenen Möglichkeiten. Zudem informierte ich mich auch im Internet über die verschiedenen Hochschulrankings und Inhalte der Studiengänge. Dadurch, dass ich bereits in der zehnten Klasse ein High-School Jahr in den USA verbracht habe, fand ich den Gedanken im Ausland zu studieren äußerst spannend.

Schließlich entschied ich mich für ein International Business Studium an der School of Business and Economics in Maastricht. Grund dafür war unter anderem das Lehrsystem (Problem-Based Learning), welches sehr praxis-orientiert ist. Der Stoff wird in kleineren Gruppen beigebracht und diskutiert. Vorlesungen gibt es dagegen kaum. Zudem spielte natürlich auch die Reputation und das internationale Umfeld eine große Rolle bei der Auswahl der Uni.

Wie sieht ein normaler Uni-Tag für dich aus?

Das einzige Pflichtprogramm, welches ich jeden Tag habe, ist ein Tutorial, in dem diverse Inhalte diskutiert und besprochen werden. Zudem kommt es des Öfteren vor, dass man während der Tutorials eine Präsentation halten muss.

Zudem ist es notwendig, ein Tutorial ca. 2-3 Stunden am Tag vorzubereiten. Hinzu kommen Vorbereitungen von Präsentationen (meist in Gruppen von 3-4 Studierenden) und das Verfassen von Hausarbeiten.

Was magst du besonders gerne an deinem International Business Studium?

Besonders gefällt mir der praxisorientierte Ansatz im Studium. Dieser bietet einem die Möglichkeit, die eigenen Softskills bei Präsentationen, Diskussionen, etc. weiterzuentwickeln.

Zudem finde ich das internationale Umfeld äußerst spannend. Dadurch bekommt man die Möglichkeit, Einblicke in verschiedene Kulturen zu bekommen und Dinge aus verschiedenen Perspektiven zu sehen.

Außerdem gefallen mir die Möglichkeiten, die die Universität den Studierenden neben dem Studium anbietet. Es gibt zahlreiche Trips, die angeboten werden (z.B nach Dublin zu Google ) und diverse Karriereevents, bei denen die Studierenden die Möglichkeit haben mit großen Unternehmen und Konzernen näher in Kontakt zu treten und an Workshops mit diesen teilzunehmen.

Was ist anders als in Deutschland?

Der auffälligste Unterschied zu einem Studium in Deutschland ist erst einmal die Sprache. In Maastricht findet das ganze Studium auf Englisch statt. Zudem ist das oben beschriebene Problem-Based Learning System ein wesentlicher Unterschied zu dem deutschen BWL Studium.

Einen weiteren Unterschied sehe ich zudem im internationalen Umfeld. Der Anteil internationaler Studierender an der School of Business and Economics liegt bei ca. 60%.

Zudem beläuft sich die Bachelor Studienzeit in Maastricht auf drei Jahre. Das Studium und die Lehrpläne sind bereits so geplant, dass man es in dieser Zeit schafft. Bei zu vielen durchgefallenen Kursen muss man sich eine neue Universität suchen und hat nicht mehr die Möglichkeit, in Maastricht zu studieren. Die Möglichkeit Klausuren zu schieben gibt es nicht. Während des Studiums ist auch ein Auslandssemester Pflicht, welches an Partnerunis weltweit gemacht werden kann.

Wie bewirbt man sich für den Studiengang?

Für den Studiengang International Business muss die Bewerbung bis zum 15. Januar des jeweiligen Studienjahres über ein Online-Portal stattfinden. Dort muss zum einen das Zeugnis vorgelegt werden, ein Motivationsschreiben und ein Lebenslauf. Diese zählen für die Bewerbung jeweils zu einem Drittel. Anhand dieser Dokumente wird ein Ranking unter allen Bewerbern erstellt und die ersten 750 Bewerber werden angenommen. Einen großen Wert legt die Uni bei der Auswahl der Bewerberinnen und Bewerber auf die Auslandserfahrung und Praxiserfahrung im Lebenslauf. Am 15. April bekommen die Bewerberinnen und Bewerber dann Ihren Platz genannt und erfahren, ob Sie International Business studieren können.

Was sind mögliche Berufe, die du mit einem Abschluss machen kannst?

Wie auch nach einem BWL Studium in Deutschland hat man diverse Möglichkeiten nach dem Studium. Viele gehen in Unternehmensberatungen, zu großen Konzerne oder auch in den Finanzsektor. Außerdem schlagen einige auch den Weg als Unternehmerin oder Unternehmer ein und gründen selber bereits neben der Uni oder nach dem Studium ein Unternehmen.      

Was kannst du AbiturientInnen empfehlen?

Ich kann allen AbiturientInnnen nur empfehlen, viele verschiedene Studiengänge rechtzeitig anzuschauen und an Schnuppertagen etc. teilzunehmen. Ansonsten sammelt nach dem Abitur Praxiserfahrung durch Praktika, geht auf Reisen oder macht ein FSJ.

Lasst euch allerdings nicht unter Druck setzen und fangt erst dann an zu studieren, wenn Ihr wirklich wisst was Ihr machen wollt, denn nur dann macht das Studium richtig Spaß.

Du hast selbst schon Erfahrungen nach dem Abitur gemacht die anderen helfen könnten und möchtest diese teilen? Egal ob reisen, arbeiten, studieren oder eine Ausbildung: melde dich gerne bei uns per Email unter content@unime.academy, über Whatsapp unter 0163 4442181 oder allen Social Media Kanälen (Links findest ganz oben auf der Seite). Für Gastbeiträge zahlen wir eine Aufwandsentschädigung von bis zu 10€!

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