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Der Unterschied zwischen Unis und FHs

Der Überbegriff für Universitäten, Fachhochschulen (FH), Kunsthochschulen etc., also alle Bereiche der Bildungseinrichtungen, die nach dem Abi kommen, lautet „Hochschule“.

Fachhochschule / Universitäten

Seit der Bologna Reform ist der Unterschied zu Universitäten nicht mehr so deutlich. Prinzipiell sind Studiengänge an Universitäten theoretischer und weniger praxisbezogen als an FHs. Die Forschung ist an der Universität wichtiger, an der FH haben Dozenten dafür oftmals mehr Praxiserfahrung, weil sie nach ihrem Studium für eine bestimmte Zeit außerhalb der Uni arbeiten mussten. FHs nennen sich manchmal auch University of Applied Sciences oder Hochschule für angewandte Wissenschaften. Wie der Name sagt, beziehen sie sich eher auf anwendungsbezogene Themenfelder und dementsprechend sind auch Lehre und Forschung näher an der Praxis als an Universitäten.

Das heißt natürlich nicht, dass Studierende an Unis nur theoretisch lernen und nach dem Studium verkopfte Theoretiker ohne Praxistauglichkeit werden. Wie sehr man den Unterschied zwischen Uni und FH im Alltag spürt, ist stark von der jeweiligen Hochschule und vom Fachbereich abhängig. Wenn du die Möglichkeit hast, dir vor Studienbeginn mal ein Seminar oder eine Vorlesung anzusehen, kann das eine gute Möglichkeit sein, für dich selbst herauszufinden, welche Form dir besser gefällt.

Seit der Bologna Reform 2010 sind Abschlüsse von Fachhochschulen auf einer Ebene mit einem Universitätsabschluss. Vorher mussten Absolventinnen und Absolventen hinter ihrem Titel noch den Zusatz „(FH)“ tragen, das ist aber 2010 weggefallen. Im Gegensatz zu Universitäten kann man an FHs aber nicht promovieren, also einen Doktortitel erlangen.

Aufnahmekriterien für Fachhochschulen und Unis sind Abi oder Fachabi. An einer FH kann man auch mit einem abgeschlossenen Meister bewerben, manchmal muss man vor Studienbeginn allerdings noch Praktika machen.

Fernuni

Wie der Name es schon vermuten lässt, studiert man an Fernunis auf der „Ferne“. Das bedeutet, dass die Uni das Lehrmaterial verschickt und man zuhause lernt, es gibt dementsprechend wenig Präsenzzeiten. Die Fernuni Hagen ist die einzige staatliche deutsche Fernuni und sogar die größte Hochschule Deutschlands (gemessen an der Zahl der Studierenden). Besonders für Berufstätige ist ein Fernstudium attraktiv, weil man somit neben dem Job studieren und sich die langen Stunden in Hörsaal sparen kann.

Ich bin Noah, 21 Jahre alt und studiere Politikwissenschaft in Berlin. Nach meinem Abitur 2016 habe ich einige Monate gearbeitet, um mir eine Reise nach Südostasien und Neuseeland zu finanzieren.

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